milchbildungInformationen über die Milchabgabe der weiblichen Milchdrüsen.

 

 

laktogeneseMilchaustritt aus weiblicher Brust (Mamma)

Milchbildungs-fördende Brustmassagen

(Kolostrummassage/ Oxytocinsteigernde Brustmassage)

Die Brustmassage fördert das Fliessen der Milch und hat einen positiven Einfluss auf die Milchbildung. Der Vorteil einer Handmassage ist, dass keine weiteren Hilfsmittel benötigt werden und man sie an jedem nicht einsehbaren Ort ausführen kann. Brustmassagen fördern die Ausschüttung des Stillhormons Oxytocin, beugen Milchstau und Brustentzündungen vor und verbessern den Milchfluss.
Massieren Sie die Brüste sanft und vermeiden Sie es, auf der Haut zu reiben. Die Massage darf nicht schmerzhaft sein.
Vor jeder Massage sollte man die Hände gründlich mit Seife waschen. Bei rauen Händen empfiehlt sich eine Hautcreme.

Brustmassagen können sowohl bei nicht-laktierenden wie auch bei laktierenden Brüsten angewendet werden.

Bei häufiger Wiederholung lässt sich mit Brustmassagen auf eine induzierte Laktation oder Relaktion auslösen..


Brustmassage nach Plata Rueda


Die Brustmassage nach der Plata Rueda Methode ist besonders geeignet für eine kurze Massage der Brust.
Nehmen Sie oder Ihre Partner Ihre Brust zwischen Ihre waagrechten flachen (warmen) Hände und schieben Sie das Drüsengewebe mit sanftem Druck hin und her. Wiederholen Sie den Vorgang, indem Sie Ihre Brust zwischen Ihre senkrechten Hände nehmen. Der Druck soll so sein, dass es keinesfalls weh tut sondern sich angenehm anfühlt.
Die Hände sollten nicht über die Haut rutschen, daher ist Massageöl nicht geeignet.

Anschliessend streichen Sie sternförmig mit beiden Händen vom Brustansatz über die Brust und über die Brustwarze hinaus. Wiederholen Sie dies mehrfach mit versetzen Händen.

Nach der Massage beugen Sie sich vor bis die Brust frei hängt und schütteln Sie sie sanft aus (sog. Schüttelshake)..

 

Brustmassage nach Marmet


Die Massage nach Marmet ist besonders geeignet, um die Brust während des Stillens oder Abpumpens zu massieren. Man beginnt die Mssage am Besten am Brustansatz. Eine Hand liegt unter der Brust und unterstützt diese. Mit den flach aufgelegten Fingerkuppen der anderen Hand massieren Sie das Drüsengewebe mit langsam kreisenden Bewegungen.
Die Finger sollten nicht über die Haut zu rutschen, sondern mit der Haut das darunterliegende Gewebe sanft lockern.
Massieren Sie spiralförmig rund um die Brust bis zum Brustwarzenhof. Gelegentlich versetzen Sie die Finger und wiederholen den Vorgang, bis die ganze Brust massiert ist.
Anschliessend streichen Sie sternförmig mit beiden Händen vom Brustansatz über die Brust und über die Brustwarze hinaus. Wiederholen Sie dies mehrfach mit versetzen Händen.
Nach der Massage beugen Sie sich vor bis die Brust frei hängt und schütteln Sie sie sanft aus.

Durch das gleichzeitige Massieren und Abpumpen bzw. Stillen kann die Milchmenge gesteigert werden.

 

Brustwarzenmassage und Ausstreichen

Regelmässige Massagen der Brustwarzen fördern die Ausschüttung des Hormons Oxytocin und regen die Milchbildung an. Dabei sollte besonders der Bereich am Ansatz der Brustwarze berücksichtigt werden. Dieser Bereich kann gut durch leichtes Zusammendrücken stimuliert werden. Die Position der Finger sollte dabei häufig gewechselt werden. Besonders effektiv sind Bewegungen von der Brust in Richtung Spitze der Brustwarze. Auch das Drücken der Finger jeweils seitlich der Brustwarze in Richtung Brustkorb kann Milchfluß bewirken.
Zum Ausstreichen kann man auch am Ansatz der Brust beginnen und zur Brustwarze und darüber hinaus streichen. Dies sollte nicht schmerzhaft sein.
Das Ausstreichen von Hand kann auch das Abpumpen mit einer Milchpumpe ersetzen.

 

 

Abbildung: Laktation.com


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